Semantisches Informationsmanagement als unternehmenskritischer Erfolgsfaktor

Das Wesen der europäischen Wirtschaft entwickelte sich im 20. Jahrhundert von einer von der Industrie geprägten, zu einem vom Informationsaustausch getriebenen.
Im Wesentlichen ging der Wandel der ökonomischen Rahmenbedingungen im ausklingenden Jahrtausend, wenn auch begleitet von merklichen Entwicklungsschritten, sanft voran. Mit der Ausbreitung unterschiedlicher Formen der Telekommunikation und den auf Prozessoren aufbauenden Datenverarbeitungssystemen, beschleunigten sich die Erzeugung und der Austausch von Daten und Informationen. Mit der Mobilkommunikation und der Vernetzung der Computersysteme über das Internet steigerte sich die Geschwindigkeit und veränderten sich die Werte der Gesellschaft, um eine ebenso beschleunigende Evolution der Ökonomie in Gang zu bringen.

Erste Anzeichen der Veränderung manifestierten sich mit der Etablierung der rechnergestützten Kalkulation und der elektronischen Textverarbeitung. In Folge vereinfachte sich die graphische Darstellung und brachte Veränderungen bei der Kommunikation mit multimedialen Mitteln.
Parallel dazu entwickelte sich die Prozesse in der Finanzwelt mit Hilfe der Computerverarbeitung zu einem Hochgeschwindigkeitsverfahren, dass durch Menschen vollbrachte Interaktionen auf den Börsen zusehends in den Hintergrund rückte. Die immer schneller drehende Wirtschaft verlangt seitdem nach einem immer umfangreicheren Informationsaustausch, der sich auf die Rahmenbedingungen und in Folge auf die Art und Weise wie Unternehmen agieren und wirtschaften, auswirkt. Im Zuge der stetig zunehmenden Anforderungen an Unternehmen und die sich ändernden Rahmenbedingungen, erwächst der Bedarf aus der zu bewältigenden Informationsflut genau die Daten in Echtzeit zu Informationen zu verknüpfen die eine fundierte Entscheidungsgrundlage für den Entscheidungsprozess für strategische Entscheidungen darstellen.

Als Resultat und den Anforderungen der sich immer schneller entwickelnden Ökonomie, entstand in der Zeit seit Anbeginn des 21. Jahrhunderts eine neue Generation der auf Software gestützten Informationstechnologie, die vom Daten sammeln, ordnen, vernetzen und Schlussfolgern des Menschen, der semantischen Verarbeitung von Informationen, geprägt ist. Auch wenn die von Natur aus bewährte Vorgangsweise dem Menschen vertraut ist und laufend unterbewusst angewendet werden, stellt diese weiter entwickelte informationstechnologische Methodik ein revolutionäres Paradigma dar.

Mit semantischer Informationstechnologie werden natürliche Denkmethoden durch auf Computern ausgeführte Software in der Art nachgebildet, dass sie den damit arbeitenden Menschen eine aufgearbeitete Sicht auf die sie virtuell umgebenden Daten erfahren, die der sie umgebenden Welt ähnelt. Mit der Behandlung der Informationen als Objekte die einer gewissen Ordnung unterliegen und die in logischen Verbindungen stehen, werden neue  Datenwerkzeuge verfügbar, die den Umgang, das Verstehen und in Folge die Entscheidungsfindung vereinfachen.

Meine Arbeit beleuchtet dieses Themenfeld im Kontext der sich weiter entwickelnden Ökonomie und stellt eine Vorgangsweise zur Bewältigung der sich in Unternehmen manifestierenden Informationsbasierten Anforderungen dar.

by M. Povazay

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